Konzert

So 07.02.2016 | Einlass ab 18:00 Uhr | Konzertbeginn 19:00 Uhr

Helloween

God Given Right Tour 2016

Gäste: Rage, Crimes Of Passion

39,80 €
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Konzertagentur: Music Circus
Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart
Tel.: +49 (0)711-22 11 05

Kein Zweifel: Bereits mit Veröffentlichung der 5-Track-EP „Helloween“ im Dezember 1985, dem amtlichen LP-Debüt „Walls Of Jericho“ sowie den beiden 1987/88 veröffentlichten Meisterwerken „Keeper Of The Seven Keys Part I/II“ mauserten sich die Hamburger Schwermetaller zu einer der führenden Metal-Bands der Welt respektive anerkannten Gottvätern des Melodic Speed Metals, die bis in die heutigen Tage Heerscharen von Genre-Genossen und Newcomer-Bands Inspirationen für ihr Schaffen liefern. Während ihrer atemberaubenden 30-jährigen Karriere tummelten sich HELLOWEEN auf den Spitzenpositionen der Billings solcher Festivals wie dem brasilianischen Rock in Rio, dem japanischen Loudpark Festival, dem alljährlich stattfindenden größten Heavy-Metal-Open-Air der Welt, dem Wacken Open Air, oder dem polnischen Woodstock, bei dem die Hamburger über von 500.000 Fans mit Begeisterungsstürmen ohnegleichen nach allen Regeln der Kunst abgefeiert wurden. Darüber hinaus absolvierten HELLOWEEN unzählige Welttourneen als Headliner, brachten das Publikum in solch exotischen Landstrichen wie auf der indonesischen Insel Borneo, der brasilianischen Urwaldmetropole Manaus oder im bolivianischen La Paz, der mit 3.200 Metern höchstgelegenen Hauptstadt der Welt, zum Ausrasten, spielten zudem spektakuläre Shows zusammen mit Größen wie Iron Maiden, Black Sabbath, Dio, Ozzy Osbourne und Slayer. Inzwischen kann das Quintett auf bisher 14 Studio- und 3 Live-Veröffentlichungen sowie weltweit 8 Millionen verkaufte Tonträger verweisen, heimsten dabei 15 Goldene Schallplatten und 6 Platin-Auszeichnungen ein. Die letzte Veröffentlichung „Straight Out Of Hell“ stieg auf einen sensationellen 4. Platz der Deutschen Albumcharts ein, der höchsten Charts-Position in Deutschland überhaupt, feierte darüber hinaus in Europa weitere 5 Top-Ten-Einstiege und in den USA die Listung in den US Billboard Top 100 – die nachfolgende „Hellish Rock Part II“-Tour führte die „Weenies“ durch 39 Länder in Europe, Asien und Amerika, in deren Verlauf über 100 zumeist ausverkaufte Shows zu Buche standen.

Und ein Ende dieser furiosen Reise ist selbst nach drei Dekaden und im Jubiläumsjahr 2015 nicht abzusehen, wie das neue, starke Opus „My God-Given Right“ vermuten lässt. Für das haben sich die Kürbisköpfe eine simple Devise auf die Fahnen geschrieben, wie Sänger Andi Deris manifestiert: „Back to the roots – aber mit neuen Songs!“ Denn: „Die Fans wollen mehr denn je mitsingen und mitrocken. Und das funktioniert aber nun mal in erster Linie mit markanten Refrains – so wie in den hookigen Achtzigern!“ Gitarrist Michael Weikath stellt aber klar: „Wir betrachteten es allerdings nicht als vorgegebenen Plan, auf Biegen und Brechen die Achtziger aufleben zu lassen – am Ende waren wir selbst überrascht, welch Eigendynamik sich in dieser Konsequenz aus dieser Arbeitshypothese entwickelte.“

Dabei ist der Albumtitel Programm, wie „Der Weik“ und Deris unisono erklären: „Wahrscheinlich wird es wieder Nörgler geben, die sich fragen, was die sich nun wieder erdreisten – auch mal wieder ein wenig unsere Frühphase zu zitieren … Und das im 21. Jahrhundert! Solche Nörgler haben uns stets begleitet, aber nie beeindruckt. Denn so verstandenen wir die freiheitliche Gesinnung des Heavy Metals schon immer: das tun zu dürfen, was wir wollen – und nicht das, was uns andere Besserwisser aufdrücken wollen! Dementsprechend frei von der Leber weg schrieben wir Songs und lebten uns auf „My God-Given Right“ nach Herzenslust aus – eben weil wir das als unser gutes, Gott gegebenes Recht betrachten, uns ohne jegliche Einschränkungen selbst zu verwirklichen!“

Diese Attitüde respektive sämtliche musikalischen Ur- HELLOWEEN -Qualitäten hört man dem neuen Opus von der ersten Sekunde an: Gleich zu Beginn prescht der Opener 'Heroes' wie ein Dampfhammer im Höchstgeschwindigkeitsmodus furios durch den Äther – der nachfolgende Speedster 'Battle‘s Won', aber auch später Nummern wie der Titelsong 'My God-Given Right' und 'Claws' weisen sämtliche Trademarks auf, mit denen der Fan den Sound von HELLOWEEN assoziiert: mörderisch rasante Leads, Double-Bass-Attacken ohne Ende - kombiniert mit einer klaren, hohen Stimme und melodischen Gesangslinien, die in auf Anhieb mitsingbaren, ultra-eingängigen Refrains ihre Auflösung finden.

Dafür, dass HELLOWEEN die Vibes der das Genre prägenden erdigen Achtziger gekonnt in die Neuzeit transponieren und hier neu interpretieren können, steht unter anderem die Komposition 'Swing Of A Fallen World', die sozusagen eine Art moderner Querverweis auf „The Dark Ride“ darstellt. Glissando-Gitarren und die psychedelische Stimmung in der ansonsten episch nuancierten Halbballade 'Like Everybody Else' scheinen sogar auf die Siebziger anzuspielen, während 'Russian Roulé' im ersten Moment mit einer verhältnismäßig düsteren, für die Moderne stehenden Gangart verblüfft.

'Living On The Edge' und 'Stay Crazy' brillieren dann wieder mit den typisch eingängigen HELLOWEEN-Refrains; 'Lost In America' weist sogar ähnliche Hit-Ambitionen auf wie der Smasher 'I Want Out' - 'If God Loves Rock’n’Roll' versprüht den Charme der legendären 1988-er Hit-Single 'Dr. Stein'. 'Creatures In Heaven' wiederum entpuppt sich trotz so manch rhythmischer Spielerei als geradlinige Up-Tempo-Hymne, während uns der Rausschmeißer 'You, Still Of War' – mit 7:21 Minuten der längste Track des Albums – aufgrund seiner komplexen Struktur noch einmal zurück beamt in das Jahr 1987, als das Quintett mit seinem ähnlich konzipierten Opus 'Halloween' für Staunen und reihenweise offene Münder sorgten.

Kein Zweifel: „My God-Given Right“, ausgestattet mit einem Cover-Artwork, das erneut eine „eigene Pumpkin-Welt“ erschafft und einen klaren Bezug zu den Songtiteln herstellt (die limitierte DigiPak-Version ziert das Cover in 3D-Lenticular), ist ein vor Abwechslung nur so strotzendes Album geworden, das das gesamte musikalische Spektrum der Band abdeckt – angefangen bei den frühen Speed-Tagen à la „Helloween“ und „Walls Of Jericho“ bis hin zu den zuletzt modernen und leicht progressiv nuancierten Veröffentlichungen wie „7 Sinners“ und „Straight Out Of Hell“. Ein Album, das darüber hinaus exzellent die Achtziger-Trademarks der „Weenies“ für die heutigen Hörgewohnheiten aufbereitet. Ein Album, das zwar wie seine Vorgänger nach wie vor auch zu tiefgründigen musikalischen Entdeckungsreisen einlädt, aber auch zum unbeschwerten Sich-treiben-lassen. Und – last, but not least – ein würdiges Album zum 30. Jubiläum, das die Band vitaler denn je sowie ungebrochen in kreativer Höchstform präsentiert und mit dem das Quintett auch weiterhin der Metal-Szene rund um den Globus neue Impulse geben wird. So wie man es von den „Gottvätern des Melodic Speed Metals“ auch erwarten darf …