Konzert

Mi 28.03.2012 | Einlass ab 17:30 Uhr | Konzertbeginn 18:30 Uhr

Heaven Shall Burn

Unearth ; Progression Tour 2012 Rise To Remain ; Neaera

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HEAVEN SHALL BURN sind ein Phänomen. Statt für Neuerungen in die Ferne zu schweifen und verkrampft nach Neuerfindung zu suchen, setzen die Thüringer auf Bekanntes, um sich im Schutz heimeliger Nestwärme zu häuten. Seit Jahren ziehen sie ihre kreative Kraft aus der engen Freundschaft der fünf Bandmitglieder, und obwohl sie regelmäßig Alben veröffentlichen, mit denen sich ihre Popularität stetig steigert, kennen sie selten Eile. „Wir machen uns keinen Druck. Erst wenn sich die Songs gut anfühlen, machen wir sie fertig“, erklärt Alexander Dietz.

Für die Produktion von „Invictus“ [der volle Titel lautet „Invictus“ (Iconoclast III)] zogen HEAVEN SHALL BURN erneut zu Tue Madsen ins Antfarm Studio in Aarhus, Dänemark. Als Produzenten fungierten wie zuvor die beiden Gitarristen Maik Weichert und Alexander Dietz. Generell setzen die Thüringer mittlerweile lieber auf ein eingespieltes Team, als Budgets mit unnötigen Experimenten zu verbrennen, wie Maik erklärt: „Tue Madsen versteht unseren Sound. Mit einem Bekannten ist eine Weiterentwicklung einfacher, als sich jedes Mal aufs Neue mit einem Fremden hinter den Reglern zusammenzuraufen.“ Mit dem atmosphärischen Intro und Outro vom isländischen Komponisten Ólafur Arnalds blieben Markenzeichen erhalten, die aus ihrem Sound mittlerweile nicht mehr wegzudenken sind. „Es war eine extreme Herausforderung, neue Ideen in unseren typischen Sound einzuflechten“, erklärt Alexander. Paradebeispiele hierfür sind „The Lie You Bleed For“ und speziell „Combat“, bei denen die Band heftiger als zuvor mit Elektroeinflüssen flirtet. Die sollten jedoch nach Songs wie „Against All Lies“ und „Murderers Of All Murderers“ weniger überraschend sein als auf den ersten Eindruck vermutet. Dafür gibt es mit „Given In Death” ein echtes Novum in Form eines - für HEAVEN SHALL BURN Verhältnisse - emotionalen Duetts von Marcus Bischoff und Sabine Weniger von Deadlock. Extreme wird dennoch niemand vermissen und speziell Anhänger majestätischer, skandinavisch gefärbter Riffs sollten mit „Buried In Forgotten Grounds“ und „Return To Sanity“ auf ihre Kosten kommen. Das bereits erwähnte „Combat“ gibt sich teilweise sogar schwarzmetallisch. „Wir wurden zweimal im Studio eingeschneit, was vielleicht den etwas größeren Anteil an Black Metal Riffs erklärt“, schmunzelt Maik.

„Invictus“ ist nach „Iconoclast“ (#21 der deutschen Media Control Charts) und der DVD „Bildersturm“ (deutsche DVD Charts #3, Album Charts #54, österreichische DVD Charts #9) der dritte Teil der „Iconoclast“-Geschichte. Wieder werden unkonventionelle Heldengeschichten erzählt, etablierte Idole von anderen Seiten beleuchtet und gefeierte Legenden hinterfragt. Maik erklärt kurz den Hintergrund jedes einzelnen Songs:

THE OMEN Anstoß zu dem Song gaben mehrere Interviews in denen wir als offensichtlich politisch engagierte Band provokativ gefragt wurden, ob wir denn glauben, dass die Welt noch zu retten sei. Soviel Ignoranz macht uns wütend. Für viele Menschen ist die Welt schon lange untergegangen, hält nichts außer Krieg, Hunger, Elend und Ausbeutung bereit – und dann sitzt uns jemand im gemütlichen Backstage auf unserer kuscheligen Nordhalbkugel gegenüber und stellt so eine Frage. Das offenbart auf drastische Weise wie die Übel dieser Welt verdrängt und ignoriert werden.

COMBAT Thema Kindersoldaten I WAS, I AM, I SHALL BE .

behandelt den Mord an Liebknecht und Luxemburg.

BURIED IN FORGOTTEN GROUNDS Der Titel knüpft thematisch an „The Weapon They Fear” an. Er befasst sich mit der Art und Weise wie Augusto Pinochet von alten Seilschaften gedeckt wurde und dass die Rolle des CIA bei dem Putsch in Chile und anderen Ländern Süd- und Mittelamerikas nach wie vor nicht hinreichend aufgearbeitet wurde. Noch heute wissen zehntausende von Familien nicht, wohin ihre Angehörigen verschleppt wurden.

SEVASTOPOL Die WW2 Schlacht um die Heldenstadt Sevastopol am schwarzen Meer ist heute noch ein Symbol für die Grausamkeit des Krieges, falschen Opfermut und den verheerenden Größenwahn der Nationalsozialisten.

THE LIE YOU BLEED FOR Der Text ist unser Statement gegen das tägliche Robotertum, gegen die Ausbeutung in Arbeit und Beruf. Wir haben viele Freunde, die schon mit Mitte Zwanzig/Anfang Dreißig ihren ersten Burn Out vermelden können. Es ist richtig sich anzustrengen, nach Besserem und Höherem zu streben, aber nicht für im Namen des DAX, sondern für sich selbst. Auch in Arbeitsverhältnissen muss man (in bestimmten Grenzen) frei denken und handeln können, sonst wird die Arbeitskluft zur Sträflingskleidung. Insofern lebt in dem Song etwas vom Geist des Spartakus.

RETURN TO SANITY Der Song befasst sich mit einer der grausamsten Schlachten im Zweiten Weltkrieg, die unter anderem als „Allerseelenschlacht” bekannt wurde. Ernest Hemingway war als Kriegsberichterstatter eingesetzt und änderte grundlegend seine Meinung zum Krieg. Während der Gefechte versuchte ein deutscher Leutnant, einen verwundeten, um Hilfe schreienden amerikanischen Soldaten zu retten, und kam dabei selbst ums Leben. Heute erinnert auf dem Schlachtfeld ein von den Amerikanern für den ehemaligen Feind errichteter Gedenkstein an Leutnant Lengfeld.

AGAINST BRIDGE BURNERS Leben und Wirken Lev Kopelevs.

OF FORSAKEN POETS Max Hermann-Neiße gewidmet, einem deutschen Schriftsteller, der 1941 im britischen Exil gestorben ist. Der Song bezieht sich speziell auf das Gedicht „Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen“..

GIVEN IN DEATH Thema Sterbehilfe und der kirchliche Standpunkt dazu Die limited Edition von „Invictus“ erscheint in einer aufwändigen Klappdeckelbox inkl. Digipak mit Bonus-Track (eine Coverversion von Therapy?s „Nowhere“) und alternativem Artwork und Bonus-DVD, die während der speziellen „300“- Show von ihren Hofberichterstattern film-m in Wien gefilmt wurde: „Nach der „große Hallen, dicke Hose“-DVD war es wieder an der Zeit eine kleine, gemütliche Clubshow auf DVD zu bannen, um zu zeigen, wo HSB herkommen und worum es bei uns eigentlich geht – nämlich um die Energie, die in so einer intimen Umgebung noch geballter zu spüren ist.“ Das Vinyl von „Invictus“ erscheint ebenfalls mit dem alternativen Cover des Digipaks, so dass für jeden geneigten Fan das passende Format angeboten wird. Seit der Veröffentlichung von „Iconoclast“ in 2008 veröffentlichten HEAVEN SHALL BURN nicht allein ihre erste DVD „Bildersturm“, sondern spielten eine Headlining Tour, besuchten das erste mal die USA und supporteten Trivium in Australien, spielten unzählige Festivals (Groezrock, Greenfield, Summerblast, With Full Force, Illosaarirock, Dour, Summerbreeze, Wacken, Hellfest, Vainstream) sowie die Persistance Tour 2008, gastierten auf Shows der Taste Of Chaos Tour 2009 mit In Flames und Killswitch Engage und tourten unter dem Darkness Over X-Mas 2009 Banner mit Caliban, Dark Tranquillity, Swashbuckle und Deadlock.