Konzert

Fr 19.02.2016 | Einlass ab 19:00 Uhr | Konzertbeginn 20:00 Uhr

Dritte Wahl

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„Aufgrund tourtechnischer Probleme muss der für 19.2.16 im LKA-Longhorn angesetzte Konzerttermin von „DRITTE WAHL“ auf den Herbst verschoben werden! Bereits gekaufte Karten behalten Gültigkeit“

 

 

 

Wir alle erleben ab und zu Situationen, die wir am liebsten vergessen würden. Solch nervige Momente widerfahren auch Dritte Wahl aus der Hansestadt Rostock. Da wünschte man sich ein Gerät zum Löschen des Gedächtnisses wie etwa den Neuralisator, der im Film „Men In Black“ eingesetzt wird. Geblitzdingst heißt dieser Vorgang im Hollywoodstreifen und „Geblitzdingst“ heißt auch das neue Werk der Norddeutschen. Auf Studioalbum Nummer neun zeigen sie erneut ihre musikalische Souveränität. Punk, Rock & Metal sind das Element, in dem sich Dritte Wahl bewegen wie Fische im Wasser. Seit 2010 haben sie neben den gewohnten Gitarre, Schlagzeug und Bass einen Tastenmann an Bord, der ihr Klangfarben-Spektrum bunter denn je klingen lässt.

Aufgenommen in den Principal Studios von Münster mit Produzent Jörg Umbreit am Mischpult, serviert „Geblitzdingst“ einen spritzigen musikalischen Cocktail. Zur bunten Mischung zählt ein energischer Rocker wie „Der Spiegel“, der nachdenkliche Mid-Tempo-Titel „Sirenen“ und eine Streicher-getragene Ballade wie „Immer auf der Reise“. Dagegen ist „Teufel & Dämonen“ fast schon Hardcore und wird noch getoppt vom krachenden Wutanfall „F.d.S.“. Der Titelsong „Geblitzdingst“ tönt derart mitreißend, dass man ihn einfach mitgrölen muss, während das eingängige „Stillstehen“ dem Hörer die NDW ins Gedächtnis ruft. „Zu wahr, um schön zu sein“ schließlich beginnt als Ballade und wandelt sich zum Rocksong, vorangetrieben von einem gut gelaunten, rhythmischen Banjo.

Auch anhand der Texte lässt sich eine Weiterentwicklung feststellen. Nach wie vor kritisieren Dritte Wahl herrschende Zustände wie zum Beispiel in der neuen Nummer „Zu wahr um schön zu sein“, wo es um das Missverhältnis von reich und arm geht. Doch zunehmend widmet sich das Quartett persönlichen Themen wie etwa in „Der Spiegel“, das die Frage nach Zufriedenheit und Glück stellt. „Als selbstbestimmte Band führen wir ein privilegiertes Leben. Aber trotzdem stellt man sich im Hinterkopf immer die Frage, was man verbessern könnte“, wundert sich Gunnar Schröder, Sänger, Gitarrist, Texter und Komponist, um gleich hinzuzusetzen, „die Unzufriedenheit ist die Triebfeder des Menschen, doch sie verursacht auch sein Unglück.“ In „Teufel & Dämonen“ befasst sich Gunnar mit Bürgerkriegen wie etwa in der Ukraine und Jugoslawien. „Leute, die zusammen wohnen, gehen plötzlich aufeinander los. Darüber habe ich mich erschrocken. Viele der Bürger wollen keinen Krieg, es sind die Mächtigen in Politik und Militär, die solche Entscheidungen treffen.“